DIE LETSCHTI ZIGARRE

Von Bengt Ahlfors - aus dem Schwedischen ins Deutsche von Regine Elsässer - Schweizerdeutsche Bearbeitung für das Jungbrunnen Theater Zürich: Ernst Jenni - Rechte bei Theaterverlag Hofmann-Paul Erben

Robert, ein pensionierter Schuldirektor, seit langen Jahren mit Anneli verheiratet, sitzt am Fenster, raucht heimlich eine Zigarre, und sieht den Schulkindern auf der Strasse zu, wie sie in die Sommerferien, in die Freiheit gehen. Er beneidet sie um das Gefühl und wünscht ihnen, dass sie schnell aus diesem „Affenstall“ der Kleinstadt entfliehen.

Schon in der ersten Szene werden die Themen des Stückes eröffnet: Sehnsucht, Angst, die Träume des Lebens nicht gelebt zu haben und die heimlichen Gelüste, seien es Zigarren, Whiskey, Schweinebraten oder die schöne Regina aus dem Blumenladen.

Doch an diesem 31. Mai soll nichts mehr seinen gewohnten Weg gehen wie bisher. Robert schraubt selbst ein wenig an seinem Schicksal, Geheimnisse werden gelüftet, Konflikte ausgetragen. Robert, Anneli und der beste Freund Leo legen die Karten auf den Tisch.

„Die letzte Zigarre“ ist eine Komödie, in der bewiesen wird, dass es nie zu spät ist, sein Leben in die Hand zu nehmen. Roberts Biologen-Motto bewahrheitet sich:

Nur die zahmen Vögel verspüren die Sehnsucht. Die wilden – fliegen.