DIE LIÄBE VERWANDTÄ

Ein Lustspiel von Ludwig Thoma in der schweizerdeutschen Bearbeitung von Ernst Jenni .

Bei der Familie des Regierungsrats Huber wartet man sehnlichst auf den Besuch des Verehrers ihrer nicht mehr ganz jungen Tochter Ida, damit er endlich um ihre Hand anhalte. Alles ist peinlichst genau vorbereitet und bis ins Detail inszeniert. Da läutet es kräftig an der Tür. Man ist verdutzt über den männlichen Auftritt des nicht mehr ganz jungen, doch eher schüchternen Bewerbers, der bis heute bei seiner Mutter lebt. Doch draussen steht nicht etwa der erwartete Max Schmid, sondern, unangemeldet, die Schwester des Regierungsrats, Babette, mit ihrem neu vermählten Mann, dem Oberförster Holzer. Leider kann man, anstandshalber, die unangemeldeten Besucher nicht einfach loswerden und so kommt es dazu, dass der arme Max Schmid in die „Familiengeschichte“ reinplatzt. Man kann sich in etwa vorstellen was passiert, wenn die gar nicht aufs Maul gefallene Babette in die Heiratsabsichten des schüchternen Max Schmid eingreift.

Die Komik und Sozialkritik in diesem Stück hat sicher auch heute noch Gültigkeit, auch wenn die Verehrer unserer Tage, selbst in „höheren“ Kreisen, kaum mehr beim Vater um die Hand der Geliebten anhalten.

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