DRAUSSEN IST WEIHNACHTEN

Eine Weihnachtskomödie von Peter Denlo (ca. 50 Min.)

Es ist heilig Abend, kurz vor Ladenschluss. In einem Warenhaus werden die letzten Kunden bedient und die Kassen langsam geschlossen.

Das Weihnachtsgeschäft war streng und stressig. Alle sind froh, nun endlich die wohlverdienten Feiertage antreten zu können.
Die Frau von Heinz ist vor wenigen Monaten verstorben, er wird also alleine feiern müssen. Steffi hofft seit Jahren darauf endlich mit einem Mann Weihnachten feiern zu können und nicht wieder ihrer nervigen Mutter Gesellschaft leisten zu müssen. Aber sie hat erkennen müssen, dass sie auch dieses Jahr keinen Freund mit nach Hause bringen kann. Anja und Robert sind verheiratet und haben zwei Kinder. Seit einigen Monaten leben beide jedoch getrennt. Robert hat seine Familie für eine jüngere Frau verlassen. Zwischen ihnen herrscht dem entsprechend dicke Luft.
Diese vier Menschen befinden sich nun nach Ladenschluss im Mitarbeiteraufenthaltsraum, um sich noch kurz etwas zu erholen. Als sie sich voneinander verabschieden wollen, geht der Rauchmelder an und löst Feueralarm aus. Die Tür schliesst sich automatisch, und die vier stecken in der Falle.
Als Heinz gesteht, er habe vergessen den Defekt des Feueralarmsystems zu melden, ist bei den vieren der Teufel los, denn sie begreifen, dass sie niemand rausholen wird. Sie werden Weihnachten alle vier zusammen hier in ihrem Aufenthaltsraum verbringen müssen.
Die Nerven liegen blank. Man hat Zeit sich gegenseitig zu beschuldigen. Anja und Robert streiten sich, Steffi und Heinz mischen sich ein. Heinz wird therapiert und Steffi nervt alle mit ihrem esoterischen Getue und ihrer guten Laune.
Plötzlich betritt ein Weihnachtsmann den Raum, aber die Tür schliesst sich hinter ihm sofort wieder. Alle sind empört, ausser Steffi, die sich in den südländisch anmutenden Weihnachtsmann verliebt.
Der Nikolaus hilft jedenfalls, die Streitigkeiten zwischen den Parteien zu glätten, die Streithähne zu einen.
Ist er also der wirkliche Weihnachtsmann?
Unverhofft öffnet sich die Tür von selbst wieder. Alle sind nun frei zu gehen. Aber möchten sie jetzt wirklich alle, jeder für sich, nach Hause gehen?